Masten-&-Co /
Sendemasten-Fotos-1 / Sendemasten-Photos-2 / Sendemasten-Bilder-3 /
(Handymasten-Schule) / Handymasten-Wohnen / Handymasten-Kirche /
Handymasten-Recht / Handymasten-Medien / Handymasten-Politiker /
Handymasten-Steuer / Handymasten-Hymne / SM-Technik / Handy-und-Mast /
Handymasten-Tiere / Zwentendorf / Messungen / Gesundheit / Abschirmungsprodukte /


Handymasten & Schule

Foto: Sendeanlagen auf der Schule in Biedermannsdorf (NÖ)Vorwort:

"Die Regierung Portugals ordnet als Reaktion auf die spanischen Krebsfälle die
Abschaltung und Entfernung sämtlicher Mobilfunkantennen von Schulen an."
Qu: Portugiesisches Bildungsministerium in 'Europa Press' (15. Februar 2002)

"Jede Schule in Großbritannien erhielt von der Britischen Regierung die schriftliche
Empfehlung, sich mit dem verantwortlichen Betreiber in Verbindung zu setzen, um
sicherzustellen, dass die Hauptstrahlrichtung von Mobilfunk-Antennen nicht auf das
Schulgebäude fällt."
Qu.: The Times, London (27. Juli 2000)

+++

6. Mai 2011: Europarat will Handy- und WLAN-Verbot an Schulen
"In einem aktuellen Empfehlungspapier spricht sich der Europarat für ein generelles Mobilfunk- und WLAN-Verbot an Schulen aus. Gleichzeitig schlägt der Entwurf eine Senkung des Strahlungs-Grenzwerts um das 1000-fache vor. ..."
Qu futurezone vom 18. Mai 2011

Councile of Europe: Report
   4. While electrical and electromagnetic fields in certain frequency bands have wholly beneficial effects which are applied in medicine, other non-ionising frequencies, be they sourced from extremely low frequencies, power lines or certain high frequency waves used in the fields of radar, telecommunications and mobile telephony, appear to have more or less potentially harmful, non-thermal, biological effects on plants, insects and animals as well as the human body even when exposed to levels that are below the official threshold values.
   6. The Assembly regrets that, despite calls for the respect of the precautionary principle and despite all the recommendations, declarations and a number of statutory and legislative advances, there is still a lack of reaction to known or emerging environmental and health risks and virtually systematic delays in adopting and implementing effective preventive measures. Waiting for high levels of scientific and clinical proof before taking action to prevent well-known risks can lead to very high health and economic costs, as was the case with asbestos, leaded petrol and tobacco.
   Qu. The potential dangers of electromagnetic fields and their effect on the environment 6. May 2011

+++

ORF Bürgeranwalt 9.1.2010: "Handymast auf Schuldach"
* Schulen verdienen Geld mit dem Vermieten des Schuldachs als Handymastenstandort
* Es wird der Fall des Gymnasium Blumenstraße in Bregenz behandelt.
* Wie kommt der Handymast aufs Schuldach? => Die Bundesschulen werden von der Bundesimmobiliengesellschaft verwaltet und die schließt die Verträge ab.
* Zustimmung des Schuldirektors muss vorliegen.
* Der Mobilfunkbetreiber bezahlt ca. 500 Euro im Monat. Die Schule bekommt davon 25% also 125 Euro im Monat.
* Schuldirektor Mag. Klemens Voit: Das entscheidende Argument ist eigentlich, dass wir hier an der Schule - das hat eben das Gutachten der Technischen Universität Graz gezeigt, die eindeutig feststellt, wir sind eindeutig unter den im städtischen Bereich üblichen Werten. Und das liegt sicher daran, das wir den Handymast eben auf der Schule haben und nicht in 100 Meter Entfernung und wir uns dadurch nicht in irgendeiner Hauptstrahlrichtung befinden. (Anmerkung: Die Messwerte wurden aber nicht in der ORF-Sendung bekannt gegeben.)
* Kritik des Elternvereins: Der Mobilfunkbetreiber wußte über den Zeitpunkt der Messungen und bekam den Bericht vorab zur Begutachtung.
* Sprecher der Eltern: DI Robert Dünser
* Zuständig im Unterrichtsministerium ist Sektionschef Mag. Wolfgang Stelzmüller: Auf 25 Bundesschulen in Österreich gibt es derzeit Handymasten. Ob Handymasten gesundheitsschädlich sind oder nicht liegt nicht in der Kompetenz des Unterrichtsministeriums. Kontakt: E-mail: wolfgang.stelzmueller@bmukk.gv.at   Telefon: 01-53120 3330
* Volksanwältin Mag. Therezija Stoistits: Über Handymasten gibt es unzählige Beschwerden in der Volksanwaltschaft. Dass die Schulautonomie so weit geht, dass man mit der Gesundheit der Kinder geradezu in fahrlässiger Weise ein paar hundert Euro verdienen läßt, geht der Volksanwältin entschieden zu weit. Man soll die Gefahr ausschließen indem die Handymasten von den 26 Schulen einfach wegkommen. In anderen Ländern gibt es einen höheren Schutz der betroffenen Bevölkerung. Das nächste wäre, wenn wir jetzt auf Krankenhäuser Handymasten aufstellen.
* Mag. Maximilian Maier vom Lobbyingverein FMK der Mobilfunkbetreiber: "Es geht keine Gefahr von Handymasten am Schuldach aus." Ob die Mobilfunkbranche unbedingt auf Schulen Handymasten errichten muss wollte Mag. Maier nicht beantworten.

Resümee der ORF-Sendung in Bezug auf Gablitz, NÖ:
* Es wurden keine Messergebnisse offen gelegt. Damit ist die ganze Diskussion wenig wert.
* Die Volksanwältin Stoisits (Grüne) gab keine einzige Rechtsgrundlage an, gegen die verstoßen worden sein könnte. D.h. die Vorgangsweise den Handymast am Schuldach zu errichten dürfte rechtens gewesen sein.
* Es zeigte sich wieder einmal, dass der Fisch vom Kopf stinkt. Solange im Parlament keine Gesetze beschlossen werden, die Strahlungsgrenzwerte festlegen, solange wird es auch für die betroffene Bevölkerung keinen Schutz geben. Bei diesem Thema haben die regierende SPÖ und ÖVP bislang komplett versagt.
* Bei der Gablitzer Volksschule tritt genau der in der Sendung beschriebene Fall ein, dass die Handymasten in ca 100 Meter Entfernung errichtet wurden und so die Strahlungssituation wesentlich schlechter ist, als wenn die Handymasten am Schuldach wären. Noch besser ist natürlich die Handymasten im Wald und nicht im dicht besiedelten Wohngebiet zu errichten.

Link zur ORF-Sendung: Handymast am Schuldach

+++

Handymast bei der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg wird verlegt

Seit mehr als acht Jahren kämpfen Schüler, Eltern und Lehrpersonal der Rudolf-Steiner-Schule in Salzburg gegen einen Handymasten, der auf einem Haus der Mobilkom gegenüber der Rudolf-Steiner-Schule liegt.
Mitte Oktober 2009 erzielte die Gemeindepolitk einen Durchbruch. Der Mobilkom-Mast wird wegverlagert.
Mehr Infos => Salzburger Nachrichten 23. Oktober 2009

+++
Bayern: Handynutzungsverbot bereits im nächsten Schuljahr 2006/2007

"Bayerns Kultusministerium will für das beschlossene Handy-Nutzungsverbot an Schulen spätestens bis zum nächsten Schuljahr eine rechtliche Grundlage schaffen. Derzeit liefen die Vorbereitungen dafür, sagte Ministeriumssprecherin Lisa Hochmuth am Donnerstag."
Qu. APA 30.3.2006

Anmerkung: Ganz anders in Österreich. Da werden die Handymasten auf den Schuldächern montiert (HTL Mödling, HBLA Biedermannsdorf usw.), damit die Schüler einen besseren Empfang haben.
Frage: "Spinnen" nun die Bayern oder sind die Österreicher die dummen?
PS: Beim nächsten PISA Test wissen wir mehr...

+++
 

Elternvereine fordern "Schule ohne Handy"

"Der Dachverband der Pflichtschul-Elternvereine forderte am Freitag eine "Schule ohne Mobiltelefone". Grund dafür ist die jüngste market-Umfrage, wonach Eltern das Handy als Schuldenfalle Nummer eins sehen. Die Elternvertreter wollen zudem, dass Verbraucherbildung und Konsumentenschutz fixer Bestandteil des Unterrichts werden. Das Sozialministerium wies auf bestehende Hilfs-und Beratungsprojekte hin, Details sind unter jugendinfo.at zu finden. Drei Viertel der 502 von market befragten Eltern bezeichneten das Handy als "besonders große" oder "große Gefahr" für eine Überschuldung. Zwei Drittel sorgen sich außerdem über ein mögliches gesundheitliches Handyrisiko. 44 Prozent können sich ein Handyverbot für unter 14-Jährige vorstellen."
Qu: DER STANDARD; Printausgabe, 24./25.9.2005

Anmerkung: Würde in den Schulen weniger mit dem Handy telefoniert werden, dann würden die Mobilfunkbetreiber auch nicht auf oder um die Schulen die Handymasten errichten. Handymasten werden nur dort errichtet, wo die einen große Kundennachfrage besteht.

+++

Zum Schulbeginn

Am 5. Sept. 2005 war Schulbeginn für 470.000 Kinder in Wien, Niederösterreich, Burgenland. Am 12. Sept. 2005 war Schulbeginn in für ca. 730.000 Kinder in Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten. Dabei stellt sich für immer mehr Eltern die bange Frage: Wie viele neue Sendeanlagen gibt es auf der Schule meines Kindes? Betroffen sind alle Arten von Schultypen: Volksschulen, Hauptschulen, Gymnasien, BRG, HTL, HAS, HAK, HBLA, HLW, usw. Neuerdings werden die Sendeanlagen nicht nur auf und neben einer Schule erreichtet, sondern mittlerweile dürfte es bereits Sendeanlagen in Schulen geben. Mit W-LAN und DECT Stationen soll in "In-house" Versorgung der Schulen ermöglicht werden. Als absolut "cool" (in Wirklichkeit "hot" wegen der zusätzlichen Strahlungsenergie) gilt es, wenn "Lap-top" Klassen durch das Schulgebäude vagabundieren und dabei immer On"line" bleiben (eigentlich "On-air", da keine "Line" = "Kabel") .

+++

Offener Brief an den Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und verschiedene Bundesminister vom 8.8.2005

S.g. Frau Bundesminister Gehrer!
Sie sind die derzeitige Unterrichtsministerin. Wie die letzte PISA-Studie ergeben hat, sind Österreichs Schüler in ihrem Wissen in vielen Bereichen im Vergleich zu anderen Ländern in den letzten Jahren deutlich zurückgefallen. Gleichzeitig hat Österreich eine der höchsten Mobilfunkpenetrationen, auch im Klassenzimmer. Auswirkungen von Mobilfunk sind beispielsweise Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Wortfindungsprobleme. Da das schlechte Abschneiden bei der PISA-Studie nicht mit dem guten Ausbildungssystem des österreichischen Schulsystems zu erklären ist, könnte die in Österreich hohe Mobilfunkstrahlung aller elf bestehenden Mobilfunknetze in Kombination mit dem intensiven Gebrauch von (Mikrowellen-)Handys durch Kinder die Ursache sein.
Werden sie in Zukunft die Verwendung von Mobilfunkgeräten in Schule untersagen? Was werden Sie zur Aufklärung der Kinder und Jugendlichen über die Gefahren von Mobilfunk im Unterricht vortragen lassen? Werden in Zukunft weiterhin Handymasten auf Schulen errichtet werden können (Z.B. HTL Mödling, HLW Biedermannsdorf? Welche Abschirmungsmaßnahmen gegen Hochfrequenzstrahlung werden sie bei den Schulen errichten lassen?

Ergänzende Frage: Werden in Zukunft WLAN und DECT-Sendestationen in Schulgebäude eingebaut werden?

+++

Schulaktion:
Wenn Sie auf dem Schuldach oder in der Nähe der Schule eine Handymasten oder zusätzliche Antennen entdeckt haben, dann senden Sie bitte ein E-Mail mit einer kurzen Beschreibung des Ortes und der Sendeanlage an office@tricotel.at. TriCoTel wird versuchen diesen Umstand rasch publik zu machen und für Abhilfe zu sorgen.

+++

Schulprojekt BORG Bad Aussee erreicht 1. Platz (Juni 2005):
"Einen sensationellen Erfolg konnte das Schulprojekt „Wie gefährlich ist KABELLOS?“, das mit dem naturwissenschaftlichen Zweig der siebenten bzw. achten Klasse am Erzherzog Johann Gymnasium Bad Aussee durchgeführt wurde, erzielen. Die Kommission des Umwelt- und Gesundheitsbildungsfonds des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft verlieh dem Projekt unter der Leitung von Prof. Mag. Harald Gerstgrasser neben österreichweit 96 eingereichten Projekten im Bereich für Allgemeinbildende Höhere Schulen den ersten Platz!"
Zitat und Infos zum Projekt: Website des BORG Bad Aussee

+++

Ministerium:
Im Bundesministerium für Gesundheit und Frauen gibt es seit kurzem eine Stelle, die sich auch mit Mobilfunkfragen beschäftigt. Zuständig ist:
    Hr. Ministerialrat Dr. Wolfgang Ecker
    Radetzkystrasse 2, 1030 Wien
    Tel: 01 - 71 100 - 4206 bzw. Sekretariat 01 - 71 100 - 4602

Im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BM:BWK) dürfte
    Fr. Sektionschef Mag. Heidrun Stromeyer zuständig sein.
    Minoritenplatz 6, 1014 Wien
    Tel: 01-53120-2500 bzw Fax: 01-53120-81-2500

+++

Weiterführende Links und Reaktionen:
* Freeze on all phone masts near schools: Sunday Times Ireland Oct. 30 2005
* Schulportal mit dem Schulprojekt: "Umweltsorge Handy?": www.schule.at
* Amt der Salzburger Landesregierung zum Thema: Schule & Handys, Handymasten,
Funk-LAN, DECT
* An den Grazer Schulen soll bald Funkstille herrschen: Artikel in der Grazer Woche vom 27.10.05
* Frau Sektionschef Mag. Stromeyer vom Bundesministerium Bildung, Wissenschaft und Kultur (BM:BWK): Antwortschreiben vom 19.9.2005
* TriCoTel: Presseaussendung vom 5. 9. 2005
* Wiener Ärztekammer warnt in ihrer Presseaussendung vom 5.8.2005: Kindern unter 16 Jahren sollten keine Handys benutzen.
* ÖVP- Niederösterreich : Presseinformation vom 22.6.2005
* Schulforum Mobilfunk an der Rudolf-Steiner-Schule Salzburg seit 2002: LINK

+++

Foto: Die Schule (HLW) in Biedermannsdorf
In Biedermannsdorf (NÖ) befinden sich mehrere Handymasten auf den Dächern der Schule. Darauf sind zahlreiche Sendeantennen verschiedenster Technologie befestigt. Im Freien wurde am 13. Juli 2005 vor der Schule  eine Leistungsflussdichte von 8.890 Mikrowatt je Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich: Der Salzburger Vorsorgewert 2002 für die
Leistungsflussdichte im Freien beträgt 10 Mikrowatt je Quadratmeter und wurde daher hier ganz massiv überschritten. Es ist anzunehmen, dass in den oberen Stockwerken der Schule noch höhere Werte gemessen werden können.

+++

Ergänzende Infos zum Strahlungsthema unter www.schutz-vor-elektrosmog.at
Autor: Mag. Robert Marschall, Jan 2010

__________________________________________________________________________________________

Werbung:
Online-Magazin für die Wien