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Das "Kreuz" mit der Kirche


Vorwort:

"Die Meldungen häufen sich offensichtlich, dass Mobilfunk schädigend für die
Gesundheit sein könnte. Man muss inzwischen schon willentlich die Augen
zumachen, um das nicht sehen zu wollen."
Qu.: Prof. Dr. Dr. Jörg Disse, Theologe an der Theologischen Fakultät Fulda, in einem Brief an den Deutschen Bundestag (18. Juni 2002)
 

Aktuelle Bauvorhaben in Kirchen:

Ein neuer Trend dürfte es sein, Mobilfunksendeanlagen in Kirchtürme einzubauen bzw. verstecken oder zumindest es zu versuchen. Jüngste Beispiele sind Baden, Purkersdorf, Ybbs, Pressbaum, Böheimkirchen, Pfarrkirchen, Pfaffstätten. In Pressbaum, Pfarrkirchen, Böheimkirchen und zuletzt in Pfaffstätten gelang es den dortigen Bürgerinitiativen, den Einbau der Antennen zu verhindern. Dies ist insofern bemerkenswert, als teilweise bereits rechtsverbindliche Verträge, die Zustimmung vom Pfarrgemeinderat und Bürgermeister vorlagen.

Mobilfunkantennen im Kirchturm:
 
Kirchturm in Pfaffstätten Purkersdorfer Kirche; Sendeanlagen eingebaut Sendeanlagen am Kirchturm Böheimkirchen gelant; mittlerweile verhindert Mobilfunkantennen im Turm der Badener Pfarrkirche
Pfaffstätten (NÖ)
Einbau von UMTS Antennen verhindert
Purkersdorf (NÖ)
Antennen sollen seit ? in Betrieb sein
Pressbaum (NÖ)
Einbau von UMTS
Antennen verhindert
Böheimkirchen
(NÖ) Einbau von
Antennen verhindert
Baden (NÖ) 
im Kirchturm
montiert

Ist der Einbau von Sendeanlagen in Kirchtürmen erlaubt?
Prinzipiell ja. Ein gewichtiger Einwand kommt aber aus Italien, dem Sitz der "Römisch Katholischen Weltkirche". Die Italienische Bischofskonferenz hat im März 2001 festgestellt, dass Kirchen keine Handymasten sind und hat den Einbau von Mobilfunksender in Kirchtürme in Italien abgelehnt.
"Kirchtürme bleiben in Italien der "Kommunikation zwischen Gott und den Gläubigen" vorbehalten und dürfen nicht länger zur Montage von Mobilfunksendern verwendet werden." Qu: ORF futurezone vom 4.3.2001

Handys versus Heiligkeit
"Monsignore Ennio Antonelli wies in der Erklärung der Bischofskonferenz darauf hin, dass Mobilfunksender prinzipiell mit der "Heiligkeit" von Kirchen unvereinbar wären. Sie würden nicht nur gegen Kirchenrecht verstoßen, sondern durch die weltlichen Nutzung auch den besonderen steuerlichen Status der Kirchen in Italien gefährden."
Qu: ORF futurezone vom 4.3.2001 http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=59308

Man kann also nicht Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen.

Und was meint der amtierende Papst Benededikt XVI zum Thema Frequenzen und Schwerhörigkeit gegenüber Gott:
Papst Benedikt XVI: "Es gibt eine Schwerhörigkeit Gott gegenüber, an der wir gerade in dieser Zeit leiden. Wir können ihn einfach nicht mehr hören - zu viele andere Frequenzen haben wir im Ohr."
(siehe unter: http://www.ndrinfo.de/homepage/t_cid-3422966_.html)

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Was bedeutet das für die Kirche in Österreich?

In Österreich dürfte die Katholische Kirche das in jeder Diözese anders geregelt haben. Die Diözese Linz dürfte jedenfalls eine vorbildliche Regelung gefunden haben.

Diözese Linz:
Die Diözese Linz dürfte eine eigene Richtlinie für die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen auf und in kirchlichen Gebäuden und Grundstücken herausgegeben haben. In Artikel 1 wird ein generelles Verbot der Errichtung von Mobilfunksendeanlagen auf und in sakralen Bauten festgelegt. Bei bestehenden Sendeanlagen sind die Verträge ehebaldigst zu kündigen. In Artikel II wird geregelt, dass Sendeanlagen in nicht-sakralen Bauten nur unter gewissen Bedingungen eingebaut werden dürfen. Beispielsweise muss ein Mindestabstand von 200 Meter zu Gebäuden gegeben sein, die einem sensiblen Zweck dienen wie Kindergärten, Altenheime oder Krankenhäuser. Rückfragen beim diözesanen Umweltsprecher.

andere Diözesen: Regelung und Richtlinien derzeit unbekannt

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Forderungen:
* Die Katholische Kirche soll offen legen, in welchen sakralen Bauten (Kirchen) Mikrowellensender für Mobilfunk eingebaut und in Betrieb sind. Diese Kirchen sind am Eingang zu kennzeichnen. Jeder Gläubige hat dann die faire Chance selbst zu entscheiden, ob er unter solchen Umständen am Gottesdienst (an der "Heiligen Messe") teilnehmen will.
* Die Kirche sollte die Kirchenbeiträge reduzieren, da sie nun ohnedies als Vermieterin von Standorten für Mobilfunksendeanlagen ein nettes "Körberlgeld" macht.
* Die Finanz sollte prüfen, ob es sich um eine steuerbegünstigte gemeinnützige Institution handelt, oder ob durch kommerzielle genutzte Gebäude die Steuerbegünstigung wegfällt. (Zu dieser Ansicht ist in Italien die Italienische Bischofskonferenz bereits im Jahre 2001 gekommen).

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Diozösen gespalten: Geld für Handymasten in den Kirchtürmen:
"..."Für die Pfarrgemeinden ist das ein gutes Körberlgeld. Außerdem sind auch andere Installationen wie Blitzableiter notwendig", heißt es aus der Diözese Wien. Immerhin 200 bis 600 Euro können Pfarren durch das Vermieten von Kirchtürmen an Telekom-Unternehmen dazuverdienen. Georg Plank von der Diözese Graz-Seckau: "Die Kirchtürme selbst sind nicht heilig und vom eigentlichen Sakralraum weit entfernt." Gegen die Anlagen sind die Diözesen Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Zum einen gehe es um die Frage der gesundheitlichen Beeinträchtigung. Solange wissenschaftliche Gutachten nicht die Ungefährlichkeit beweisen, sollten keine Masten aufgestellt werden. ..."
Qu: OÖN vom 5.10.2006  siehe auch: Der Standard vom 5.10.2006

Anmerkung: Eigentlich unglaublich, dass die "Heilige katholische Kirche Österreichs" wegen ein paar hundert Euro pro Kirche und Sendeanlage die Gesundheit der Anrainer und Ihr eigenes Image auf´s Spiel setzt. Was meinen Sie dazu? Weiters unglaublich ist es, ein aktives Sendeelement wie eine Mobilfunksendeanlage mit einen passiven Element wie einem Blitzableiter als ähnlich darzustellen. Ein Blitzableiter erzeugt keine Spannung, sondern leitet diese ab !

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Kirchenbeitrag? Kirchenaustritt?
Die schärfsten Mittel, dass einem Gläubigen als Protest zur Verfügung stehen sind:
* Dem Heiligen Vater (Papst) in Rom einen Protestbrief schreiben
* Am Gottesdienst in Kirchen mit eingebauten Sendeanlagen nicht teilnehmen
* Den Kirchenbeitrag nicht weiter bezahlen. Dies ist nur mittels Kirchenaustritt möglich. Die Kirche muss sich dann irgendwann entscheiden, ob sie lieber das Körberlgeld der Mobilfunker oder den Kirchenbeitrag der Gläubigen kassieren möchte. "Geld regiert nicht nur die (Geschäfts-)Welt".

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Links zu Artikel:
* Kirchturm ist kein Handymast: Kirchenzeitung
* Kein Mobilfunk am Kirchenturm: Umweltsprecher der Diözese Linz, Michael Rosenberger, im Interview mit der Kirchenzeitung
* Pfarrgemeinderat gibt keine Zustimmung zu Handymast im Kirchturm: Gemeinde Pfaffstätten Dez 05
* Katholiken gegen Handymast-Strahlung in Bayern: ORF futurezone 18.4.2001
* Sender im Purkersdorfer Kirchturm verursachen extrem hohe Strahlungswerte im Purkersdorfer Gymnasium (Bezirk Wien-Umgebung)
 
 

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Ergänzende Infos unter www.schutz-vor-elektrosmog.at
Autor: Mag. Robert Marschall, Jan. 2007